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Model

Model ist ein Begriff aus dem englischen Sprachschatz. Dieser ersetzt den eingedeutschten Begriff Mannequin. Gesprochen wird Model „Modl“ mit offenem „o“, wobei man das „e“ nicht ausspricht. Model ist nicht zu verwechseln mit Modell, einem Begriff, der mehr mit Malerei in Verbindung steht. Die Aufgabe eines Models verbindet man in der Regel mit dem Laufsteg, auf dem sie die neueste Mode präsentieren. Weitere Einsatzbereiche sind Werbung, Präsentation und Vorführung eines Produkts oder einer Dienstleistung. Mit einem attraktiven Model soll eine Verkaufsteigerung erreicht werden. Auch kommen Models zur Darstellung in den Bereichen Kunst oder Ästhetik sowie Politik zum Einsatz. Ein Model braucht kein Verkaufstalent, es reicht die schlichte körperliche Anwesenheit aus. Damit steht das tatsächliche Objekt im Vordergrund. Model setzen für ihre Tätigkeit nur ihren Körper ein; weitere Talente, wie Gesamt, Sprache, Tanz werden nicht gefordert. Ausnahme ist die Präsentation Sachen, hauptsächlich Bekleidung, wo kleine tänzerische Einlagen nach choreografischer Anweisung zu befolgen sind.

History

Charles Frederick Worth, ein britischer Modeschöpfer und Seidenhändler ersetzte die bis dahin verwendeten Wachspuppen Menschen, um seine neuesten Kreationen zu präsentieren. Der Ursprung der Models liegt in der Vergangenheit, als es noch Hausmodenschauen gab. Später präsentierten sie Bekleidung und andere Dinge in Katalogen. Zu dieser Zeit waren es reiche Kundinnen, die ihre Töchter die Kleider vorführen ließen. Modeschöpfer griffen daneben auch auf attraktive Schneiderinnen zurück. Zu den bereits genannten Tätigkeiten waren Fotos für Modezeitschriften wichtige Faktoren für eine Karriere. Heute vermarkten die meisten Modeschöpfer, Modehäuser und andere Unternehmen ihre Produkte global und digital.

Supermodels

Supermodels haben im deutschsprachigen Raum Models, die Karriere machten und international gefragt sind. Eine erstaunliche Karriere, die über einen langen Zeitraum ging, machte Lisa Fonssagrives als eines der ersten Supermodels. Sie war mehr als 20 Jahren eines der begehrtesten Models und die Favoritin von Fotograf Horst P. Horst in Paris. In der Zeit zwischen 1940 und 1950 kamen weitere Supermodels hinzu. Zu ihnen gehörten Jean Patchett, Sonny Harnett, Dovima sowie Suzy Parker und Dorian Leighund. Mit Twiggy, Penelope Tree und Jean Shrimpton sowie Edie Sedgick kam der „young junior look“ in den 1960er Jahren in Fahrt. Weitere Models, wie Benedetta Barzini, Wilhelmina Cooper, Paulene Stone, Patti Boyd und Veruschka sowie Peggy Moffitt präsentierten diesen Londoner Look ebenfalls. Jedes Jahrzehnt hatte und seine Supermodels. In den turbulenten 1970er Jahre waren Jerry Hall sowie Patti Hansen, Iman Abdulmajid, Barbara Bach und Gia Carangi an der Reihe. Kathy Ireland, Paulina Porizkova, Christie Brinkley, Grace Jones, Carol Alt und Stephanie Seymour waren die Supermodels der 1980er Jahre.

New York City

Der große Durchbruch der Supermodels läutete das Jahrzehnt der 1990er Jahre ein. Peter Lindbergh, ein deutscher Fotograf, auch bekannt durch seine Werbe- und Dokumentarfilme fotografierte Anfang 1990 die zu dem Zeitpunkt bekanntesten Models. Die Bilder erschienen in der britischen Ausgabe der Vogue. Zu sehen waren Naomi Campbell, Christy Turlington, Linda Evangelista, Cindy Crawford und Tatjana Patitz. Als Ort wählte der Fotograf die Straßen von New York City.

Castingshows

Die „Castingshows“ produzierte das Privat-Fernsehen im Jahr 2000. Diese Shows verstärkten das sich in den 1990er Jahren entwickelte Phänomen. In den USA waren es die Chow America’s Next Top Model und America’s Most Smartest Model. Im deutschen Sprachraum gingen die Sender mit Germany’s Next Topmodel und Austria’s Next Topmodel auf Sendung. Dazu kam eine weitere Präsenz in anderen Medien, was das Phänomen der Supermodels popularisierte. Supermodels der 1990er Jahre waren unter anderem Eva Herzigová, Nadja Auermann, Carla Bruni, Karen Mulder, Amber Valletta, Stella Tennant, Sophie Dahl, Rebecca Romijn, Laetitia Casta, Milla Jovovich, Shalom Harlow und Isabella Rossellini . Gisele Bündchen, Heidi Klum, Tyra BanksAdriana Lima, Karolína Kurková und Alessandra Ambrosio gehörten in den 2000er Jahren zu den bekanntesten Supermodels. Doutzen Kroes zählte zum Supermodel-Nachwuchs ebenso wie Agyness Deyn.

Models wie Claudia Schiffer und Co.

Aktuell dominieren nur noch wenige Models die Modewelt. Claudia Schiffer, Linda Evangelista, Cindy Crawford, Helena Christensen, Naomi Campbell und Christy Turlington, Kate Moss sowie Tatjana Patitz sind die aktuellen Supermodels. Aktiv sind seit 2010 noch Kate Moss und Naomi Campbell und Linda Evangelista stieg 2006 nach langer Pause wieder ein. Die Mehrzahl zog sich aus dem Geschäft zurück. Entweder gründeten sie Familien oder Unternehmer. Einige sind gelegentlich in ihrem Beruf tätig. Es gibt auch männliche Supermodels. Dieses Phänomen ist allerdings sehr jung. Gebucht werden am meisten Marcus Schenkenberg, Andrew Stetson, Mark Vanderloo, Massimiliano Neri, Werner Schreyer, Michael Gandolfi, Alex Lundqvist, Baptiste Giabiconi, Michael Bergin, Lars Burmeister sowie Will Chalker und Nico Schwanz.

Formen

Models (weiblich)
Der Unterschied zwischen Fotomodellen und Mannequins bestand bis in den 1980er Jahren. Grund war die Körpergröße, welche ein Mannequin haben musste, auf dem Laufsteg eingesetzt zu werden. Mannequins mit kleiner Körpergröße konnten die Fotografen nicht gut im Bild festhalten.

 

Dressman

Seit den 1980er Jahren ist Model ein Begriff für beiderlei Geschlechter. Die einstige Bezeichnung Dressman wurde im Englischen gar nicht verstanden; der englischsprachige Raum verwendet male model für männliche Models. Aus der Welt ist die Bezeichnung Dressman nicht. Einige männliche Models bezeichnen sich selbst, meist in besonderen Fällen, als Dressman. Damit betonen sie, dass sie ausschließlich Herrenoberbekleidung präsentieren und sie nur für einen konservativen Stil verfügbar sind. Auch eine Anzahl von Models halten an diesen Begriff fest, weil sie sich bereits in den 1960er und 1970er Jahren Dressman nannten. Beide Gruppen unterscheiden sich jedoch. Models sowie Agenturen benutzen, hauptsächlich im deutschsprachigen Raum, Dressman als Suchwort, damit Suchmaschinen wie Google und Co. sie leichter finden. Für Präsentationen verwendet man diese Bezeichnung nicht mehr, Ausnahme sind, das Model gehört zu einer der beschriebenen Gruppen oder hat die Absicht, dem eine entsprechende Bedeutung beizumessen. Einleitend verwenden man in Texten den Begriff Dressman. Grund ist, Dressman hört sich eleganter an als „männliches Model“. Nach Klärung des Zusammenhangs und des Geschlechts verwenden die Texter im Verlauf des Textes ausschließlich Model.

Promotion- oder Messemodels

Promotionmodels haben die Aufgabe, die Aufmerksamkeit auf das Objekt zu lenken. Beispielsweise bei der Tuning World Bodensee ist dies das ausgestellte Fahrzeug. Für viele Besucher sind die Models der Besuchermagnet, der sie zur Veranstaltung zieht.  Das Model hat eine ähnliche Tätigkeit wie das Mannequin, das auf dem Laufsteg Bekleidung präsentiert. Promotionmodels haben die Aufgabe, die Aufmerksamkeit auf das Vorhandensein des Produkts zu lenken. Nicht zur Tätigkeit gehören das Vorführen oder die Demonstration der Funktionsweise des Objekts. . Mit dem Publikum kommunizieren sie ausschließlich über ihre optischen Reize. Oft lässt sich jedoch die sprachliche Kommunikation mit dem Publikum nicht vermeiden. Für Fachfragen ist ein Model der ungeeignete Ansprechpartner. Gebucht werden Models bei Ausstellungen über Möbel oder andere Gebrauchsgegenstände. Hier spielen sie den „scheinbaren“ Benutzer und präsentieren sich lebensecht in der Kulisse. Bei Booten liegen sie auf dem Sonnendeck und lenken die Aufmerksamkeit der Besucher auf die nebenliegenden Prospekte. Sie erfüllen ihre Aufgabe, ohne Wissen über das Produkt, der Dienstleistung sowie des Auftraggebers. Dieses Nichtwissen macht den Unterschied zur Hostess aus, die eingebunden ist in den organisatorischen Ablauf einer Veranstaltung. Ihre optischen Reize sind nebensächlich, jedoch eine erwünschte Qualifikation. Der Übergang vom Model zur Hostess gestaltet sich fließend.
Unternehmen buchen Models für Pressetermine und stellen sie als Mitarbeiter oder Besucher vor. Die Models verteilen auf Kongressen Broschüren mit der Aufgabe, die Aufmerksamkeit der Besucher auf die nächste Veranstaltung zu lenken. Als attraktive Assistenten erregen sie durch ihre Rolle die die Aufmerksamkeit des Publikums des Redners. Als gespielte Assistenten übernehmen sie vereinzelt die Moderation für einen Vortragenden und stellen vorher besprochene Zwischenfragen. Als Grid-Girls sind Models bei Motorsport-Veranstaltungen ein gewohntes Bild. Der Übergang zur Hostess ist auch in diesen Fällen fließend.
Eine klare Grenze setzen Hostessen und Promotionmodels bei erotischen Dienstleistungen. Dies grenzt sie deutlich vom Escortservice ab, bei dem solche Dienstleistungen nach der Hauptveranstaltung zur Tätigkeit gehören.

Fotomodelle und Medienmodels

Der Unterschied zwischen Mannequin und Model ist heute weitgehend verloren. Aktuell bezeichnet man alle Personen, die sich für Werbe-, Kunst- oder Unterhaltungszwecke fotografieren lassen, als Model. Model mit einen „l“ ist die Schreibweise des englischen Sprachraums. In Deutschland übernahm man diese Schreibweise, weil sich auch Prostituierte als Modell bezeichneten. Durch das Weglassen eines „l“ setzte man Unterschiede bei der Tätigkeit. Für die Fotobranche betrifft dies die Mehrzahl der Bereiche. Auch hier hat sich der Begriff Model durchgesetzt, selbst wenn die Models nur ihre Füße oder Hände zu Werbezwecken fotografieren lassen.

Nackt- und Erotikmodels

Mit dem Playboy und anderen Männermagazinen kamen Nackt- oder Erotik-Models in Mode. Ihre Aufgabe ist es, ihren Körper indirekt zu verkaufen. Sie dienen der Unterhaltung steigern durch ihre Posen die Auflage der entsprechenden Magazine und anderen Medien. In diesen gehören Models, die auf Video oder im Fernsehen sowie bei Spielshows durch ihre die Anwesenheit eine Steigerung der Zuschauerzahlen erreichen sollen. Dies gilt hauptsächlich für die Werbeeinblendungen, welche die Aufmerksam des Publikums erregen sollen. Hier gibt es einen fließenden Übergang zur Pornografie. Jenna Jamesohn, einst Pornodarstellerin ist ein Beispiel dafür. Auch sie hat als Nacktmodell angefangen.

Modelle für Kunst und Akt

In der Regel stehen für Künstler lebende, meist unbekleidete Menschen Modell. Nicht zu verwechseln ist das Modell mit dem Model, da ein Modell weder ein Objekt vorführt noch präsentiert. Es ist ein „künstliches Objekt“, das die Vorlage für Kunstwerke oder künstlerische Studien ist. Das Modell verharrt ohne Regung für einen langen Zeitraum, bis der Künstler oder die Studenten mit dem Bild fertig sind. Künstler engagieren Modelle gegen Bezahlung für ihre Tätigkeit in ihrem Ateliers. Auch Kunstakademien buchen ein Modell für ihre Studenten, hauptsächlich für die kunstpraktische Ausbildung.

Unterschiede zwischen den Geschlechtern

In der Regel verdienen Frauen weniger als Männer. Bei Models ist dies anders! Hier sind Frauen auf allen Niveaus mehr gefragt und werden besser bezahlt als ihre männlichen Kollegen. Es ist selten, dass männliche Models einen größeren Bekanntheitsgrad erreichen. Ausnahmen gibt es auch hier. Man denke an Marcus Schenkenberg, Mark Vanderloo, Werner Schreyer und Lars Burmeister. Der US-Amerikaner Brad Kroenig galt mit einem geschätzten Einkommen von einer Million US-Dollars jährlich als bestbezahltes männliches Fotomodell international. . Im Jahr 2008 löste ihn, nach einer Forbes-Studie der acht Jahre jüngere Kanadier Taylor Fuchs ab. Seit 2009 ging der erste Rang wieder an einen US-Amerikaner. Nach der Forbes-Studie von Mai 2009 ist Sean O’Pry das derzeit kommerziell erfolgreichste männliche Model. Fuchs fiel auf den achten Platz zurück. Gisele Bündchen hat schätzungsweise ein Jahreseinkommen von 25 Millionen Dollar, gefolgt von Heidi Klum mit jährlich 16 Millionen Dollar. Die meisten Einnahmen werden überwiegend außerhalb der Tätigkeit als Model erzielt, Fernsehgeldern, Lizenzeinnahmen und mit der eigenen Vermarktung verdienen sie mehr Geld.

Modelagenturen

Für die Vermittlung von Models sind überwiegend Modelagenturen zuständig, die für ihre Tätigkeit einen Teil der Gage erhalten als Provision. In Deutschland verlangen die Agenturen in der Regel 20 Prozent, in einigen Ländern bis zu 50 Prozent. Die Agentur berechnet dem Auftraggeber zum vereinbarten Honorar für das Model auch die Agenturprovision. Im Branchenverband VELMA haben sich in Deutschland eine Reihe Agenturen zusammengeschlossen. Zu deutschen den Agenturen, die internationale Bedeutung haben, gehören viviènne model management (München, New York) und Louisa Models (München, Hamburg).

Magersucht

Dem Vorwurf, die Modebranche fördert der Auswahl hauptsächlich schlanke Models und damit die Magersucht, versucht die Branche entgegenzuwirken.  Auf Beschluss der Madrider Bezirksregierung wurde als vorbeugende Maßnahme gegen Magersucht und Bulimie erstmals 2006 Pasarela Cibeles der Auftritt untersagt. Grund war ihr Body-Mass-Index (BMI), der unter 18 liegt. Der BMI 18, die Untergrenze für eine Teilnahme, legten Ernährungswissenschaftler fest Ist ein Model beispielsweise 1,75 Meter groß, muss es mindestens 55 Kilogramm wiegen. Ursächlich für diese Maßnahme sind neben der Empfehlung von 1999 des spanischen Parlaments auch die lauten Proteste der spanischen Verbraucherverbände. In Italien traf der Modeverband im Dezember 2006 eine Übereinkunft mit der italienischen Regierung. Er legte das Mindestalter eines Laufstegmodels auf 16 Jahre und einen BMI von mindestens 18 fest. Dies ist nicht die Meinung von Giorgio Armani, der gegen die Anorexie Zusammenarbeit forderte. So haben Prada und Versace ebenfalls angekündigt, keine „Skelett-Models“ in ihren Modeschauen einzusetzen. Bereits seit Februar 2007 ist die neue Regelung gültig, erstmals trat sie für die Modeschauen in Mailand in Kraft.  Die Pariser Modemacher in Paris lehnten eine strengere Regelung ab. Dies kritisierte Valentino Garavani: „I think enough is enough with thin models. Recently we have not been watching women on the catwalk but a parade of skeletons.“ (deutsche Übersetzung: „Ich denke, genug ist genug mit dünnen Models. Zuletzt haben wir keine Frauen auf dem Laufsteg beobachtet, sondern eine Parade von Skeletten.“). Valentino engagierte bereits im Januar 2006 für seine Kollektion in Paris eine Reihe Models mit der Konfektionsgröße 38. Nach der Veröffentlichung eines Artikels bezüglich der Gesundheit von Models gab der Veranstalter der London Fashion Week, der Britische Moderat (BFC) bekannt, dass in seiner getroffenen Entscheidung ein Verbot von Models unter 16 Jahren untersagt ist und die Vorlage eines Gesundheitszeugnisses verpflichtend ist.

Ana Carolina Reston Macan

Am Beispiel von Ana Carolina Reston Macan, einem brasilianischen Fotomodell sieht man, wie wichtig diese Entscheidungen sind. Das Model starb an den Folgen ihrer Magersucht im Alter von 21 Jahren. Der Benetton-Fotograf Oliviero Toscani machte 2007 mit einer Kampagne auf die Risiken der Anorexie aufmerksam. Er prangerte den Schlankheitswahn an. Isabelle Caro war magersüchtig und posierte mit ihrer Körpergröße von 1,64 Meter und einem Gewicht von 31 Kilogramm nackt auf Plakaten. Sie starb 2010 mit nur 28 Jahren an den Folger ihrer Magersucht, die 15 Jahre lang währte.  In ihrem Buch „Hungry: A Young Model’s Story of Appetite, Ambition, and the Ultimate Embrace of Curves“ beschrieb das US-amerikanische Model Crystal Renn 2009, wie sie durch ihren Modelscout und ihre Agentur in die Magersucht getrieben wurde.  Am 11. Juni 2008 verabschiedeten Vertreter der deutschen Modewirtschaft zusammen mit der damals amtierenden Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt mit der Charta „Leben hat Gewicht“ eine Selbstverpflichtung. Danach müssen Models mindestens den Body-Mass-Index von 18,5 aufweisen sowohl bei Modeschauen als auch auf Fotos. Dieser BMI entspricht der Konfektionsgröße 36. Auch müssen Models mindestens 16 Jahre alt sein.

Untergewichtige Models

Per Gesetz ist es in Israel verboten, untergwichtige Models einzusetzen. Demnach sind israelische Models verpflichtet, alle drei Monate ihrem Arbeitgeber eine ärztliche Bescheinigung darüber vorzulegen, dass ihr BMI dem von der WHO festgelegten Wert von 18,5 nicht unterschreitet. Den Arbeitgebern drohen hohe Geldstrafen, wenn sie sich nicht daran halten. In Israel kritisierten Models dieses Gesetz, da sie von Natur aus unter diesem BMI liegen, sprechen sich allerdings für kontinuierliche Gesundheitschecks aus. Auch der digitalen Bearbeitung von Fotos sind Grenzen gesetzt. Der Körperbau des Models darf nicht schlanker gemacht werden, als er ist; weiter sind Bearbeitungen erkenntlich zu kennzeichnen.  Die französische Nationalversammlung verabschiedete mm 3. April 2015 das Gesetz, welches die Beschäftigung von weiblichen Models untersagt, die stark unterernährt sind. Die französische Gesundheitsbehörde ist aufgefordert, einen Body-Mass-Index (BMI) für Models festzulegen, den sie nicht unterschreiten dürfen. Es drohen den Modelagenturen sechs Monate Haft und eine Geldstrafe von 75.000 Euro, wenn sie extrem dürre Mannequins beschäftigen. Auch Betreiber von Internetseiten werden mit einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und einer Geldbuße von 10.000 Euro bei Unterstützung von extremer Magerkeit und heftigen Diäten bestraft.

Suchtmittelmissbrauch

Der Druck, den Models aushalten müssen, ist enorm. Die Gefahr, dass hauptsächlich sehr junge Models diesem nicht gewachsen sind und mit Missbrauch von Drogen versuchen, den Stress zu bekämpfen ist groß. International bekannt wurde Gia Carangi im Jahr 1986 durch ihren Aids-Tod, der eine Folge ihres Drogenmissbrauchs war. Über ihr Leben wurde ein Buch geschrieben, das mit Angelina Jolie im Jahr 1998 verfilmt wurde. Der Film „Gia – Preis der Schönheit“ wurde im TV ausgestrahlt. Drogen hatten für Kate Moss negative Folgen. Beim Schnupfen von Kokain kam wurde sie fotografiert und kam 2005 in die Schlagzeilen. Die Folge waren Absagen bekannter Modehäuser. Ihre Karriere war eingeknickt und erst nach der Behandlung in einer Entzugsklinik konnte sich an ihre vergangenen Erfolge anknüpfen.

Sexismus

Feministinnen, allen voran Alice Schwarzer prangern die bloße Reduktion auf den weiblichen Körper als Verkaufsargument an. Sie sehen dies als frauenfeindlich an und einen Missbrauch des Körpers.

Rassismus

Rassismus ist nicht nur in den USA ein Problem. Im Herbst 2007 kritisierte die New York Times die Tatsache, dass schwarze Models mittlerweile fast alle bedeutenden Modekonzerne von den Laufstegen verbannt hätten. Die New York Times war der Meinung, dass sich mit dieser Methode im Modegeschäft die längst überwunden geglaubte Rassentrennung wiederholt. Der Modeschöpfer Yves Saint Laurent musste im Jahr 1988 die französische Modezeitschrift Vogue für die Einräumung eines Platzes auf dem Titelblatt für das schwarze Model Naomi Campbell e zwingen. Die Gründe für die Rassensegregation der Neuzeit sind Spekulationen. Die Meinung ist, der Grund liegt in der Führung der Modefirmen, die nicht mehr inhabergeführt seien. Die aktuellen Firmenleitungen wollen „hellhäutige und -haarige Frauen mit eher unauffälligen Gesichtern“.Damit können sie international konservativ und einheitlich auftreten. Einseitigkeit wird Anna Wintour. Chefredakteurin der US-Vogue vorgeworfen. Naomi Campbell war auf dem Vogue-Cover nur achtmal während ihrer gesamten Karriere abgebildet, während Kate Moss 24 Mal auf dem Cover war. Es ist nicht nur die schleichende der farbigen Models, sondern auch die geringere Bezahlung, die Aufsehen erregt.
Asiatische Models werden noch seltener als schwarze Models von internationalen Modeunternehmen gebucht. Anna Bayle, ein philippinisches Model konnte lange Zeit als einziges Model aus Asien Erfolge auf den internationalen Laufstegen erzielen und galt als Supermodel in den 1980er Jahre. Seit China einen wirtschaftlichen Aufstieg verzeichnet, bucht die internationale Modeindustrie immer mehr chinesische Models. Die Industrie hat die Hoffnung auf eine Erhöhung des Umsatzes auf dem chinesischen Markt. Z Du Juan, Sui He, Fei Fei Sun, Liu Wen, Ming Xi und Shu Pei Qin waren 2012 die erfolgreichsten chinesischen Models.
In der indischen Ausgabe von Vogue wagte die Redaktion im April 2010 erstmals, auf ihrem Titelblatt gleich fünf dunkelhäutige südindische Models zu präsentieren. Entgegen allen Erwartungen fielen die Reaktionen der indischen Medien positiv aus. Die Medien sahen darin ein Anzeichen, das einen Wandel in der allgemeinen Anschauung darstellt. Die indische Mittelschicht würde das weißhäutige Schönheitsideal nicht mehr allein akzeptieren.