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Achtung: Zeitungen warnen vor Abzocke mit Babyfotografie

Januar 2013: Wie die Aargauer Zeitung berichtet, wird im Kantonspital Baden damit geworben, sein Baby kostenlos fotografieren zu lassen. Das böse Erwachen kommt erst hinterher. Denn es folgt eine Rechnung in Höhe von bis zu 349 Franken, die nach Hause geschickt wird. Doch vorab wird ein ganz anderer Preis mit den Eltern der Babys vereinbart.

Baby Feeding Bottle

Babyfotografen im Krankenhaus

Wenn Sie im Kantonspital Baden ein Baby zur Welt bringen, besucht noch im Krankenhaus die Babyfotografin von Babysmile Fotografie. Ein Bild in der Babygalerie ist kostenlos und gleichzeitig erhält man einige Zeit später ein Paket nach Hause. D.h. wenn Sie nicht ablehnen, kommt das Paket ein paar Wochen später und kostet Sie zwischen 299 und 349 Schweizer Franken. Eine CD gibt’s gratis und im Paket selbst finden Sie verschiedene Artikel wie z.B. ein Fotobuch, Kalender oder Geburtskarten, mit Ihrem Baby drauf. Natürlich schenkt man ihnen die CD nur dann, wenn das Paket gekauft wird. Binnen zwei Wochen entscheiden die Eltern selbst, ob Sie nun zustimmen und das Baby-Paket kaufen oder dieses zurücksenden. „Der Sonntag“ berichtete darüber, dass ein Paar, ohne jemals ein Paket oder eine Rechnung erhalten zu haben, eine Mahnung geschickt bekam. Andere Personen berichteten, dass falsche Angaben auf den Geburtskarten gedruckt waren. Wird in diesen Fällen die neue Lebenssituation ausgenutzt? Wenn ein Baby frisch in die Familie eingekehrt ist, wird das für die Eltern ganz schön emotional. Die Firma Babysmile arbeitet mit Krankenhäusern zusammen und es besteht ein Vertrag mit dem KSB. Mitarbeiter der Krankenhäuser sollen somit entlastet werden. Zu einem früheren Zeitpunkt fotografieren die Hebammen im Krankenhaus die Neugeborenen. Die Babyfotos in den Krankenhäusern wurden aber damals nicht so professionell gemacht, als es heute der Fall ist.

Rückmeldungen von Eltern

Im KSB kamen Rückmeldungen von Eltern, die mit der Arbeit der Babyfotografie nicht zufrieden waren. Die Babygalerie von KSB würde nicht schnell genug aufdatiert werden. Die meisten Eltern möchten ihre Babys schnellstmöglich nach dem Fototermin, online sehen. Im Krankenhaus ist vielen Eltern das Fotoshooting zu lang. Zudem war der Mitarbeiterin Frau Sahli nicht bewusst, dass die verschickten Pakete zwischen 299 und 349 Franken kosten. Bei der Vertragsverhandlung wurden 195 Franken besprochen.

Die Firma Babysmile bezog keine Stellung zum Thema

In deutschen Krankenhäusern arbeiten ebenfalls Fotografen der Firma Babysmile, was in jedem Fall für die frischgebackenen Mütter und Väter eine schöne Sache darstellt. Denn wer möchte keine Babyfotos seines neugeborenen Babys? Die Eltern im KSB seien gut genug informiert und können selbst entscheiden, ob Sie ein Baby-Fotoshooting buchen oder nicht, so die Mitarbeiterin des KSB. Sahli teilte mit, dass das KSB nicht am Gewinn der Babyfotografie beteiligt sei und auch ansonsten kein Geld dafür bekommt. Dem Spital werden professionelle Babyfotos der Neugeborenen zur Verfügung gestellt. Im Kantonspital Baden kamen im letzten Jahr fast 1700 Kinder zur Welt. Insgesamt arbeiten 11 Spitäler mit der Firma Babysmile zusammen. Es bleibt noch unklar, ob das Spital weiterhin mit der Firma zusammenarbeiten wird.
Quelle: http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/baden/abzockerei-mit-babyfotos-kurz-nach-der-geburt-kommt-die-happige-rechnung-125937529.

Ergänzung 03.01.2015:

Lt. 20min.ch (http://www.20min.ch/schweiz/news/story/16574861) wurde mittlerweile sogar ein Babyfotograf rausgeworfen aus dem Basler-Universitäts-Spital. Das erste Bild des Neugeborenen soll etwas ganz Besonderes sein und daher sollen Verkaufsaktivitäten nicht direkt am Geburtsbett stattfinden, nach Meinung der Spitalsprecherin des Basler Universitätsspitals. Die Babyfotografen würden sich diese Situation zunutze machen. Die Ärzte des Krankenhauses mussten warten um zum neugeborenen Baby und zu seiner Mutter zu gelangen. Die Fotografen würden forsch auftreten und das sei für erschöpfte Mütter etwas heikel. Auch das Spital Aargau arbeitet nicht mehr mit Babysmile zusammen. Dies berichtete SRF, aber es gäbe andere Spitäler, die mit der Arbeit der Firma zufrieden sind. Bei Babysmile kann ein Set für 300 Franken bestellt werden, welches ein Fotobuch, eine Leinwandgalerie, Poster und weitere Dinge enthält. In Internetforen wird über die Firma Babysmile heiß diskutiert, ob die Methoden Abzocke seien.

Was gibts beim Fototermin zu beachten?

Ein Fototermin beim Fotografen gestaltet sich oft zur Zerreißprobe für Eltern, Fotografen und der Hauptperson – dem Baby. Eltern bezahlen viel Geld für professionelle Fotos ihres Babys. Babyfotos selbst machen ist produktiver und erfolgreicher.
Die besten Fotos sind Schnappschüsse, die einen besonderen Moment im Bild festhalten. Das gilt ebenfalls für Fotos, die das Baby in seinen ersten Lebenstagen zeigen. Entscheidend bei solchen Fotos ist nicht Professionalität, sondern die Kreativität. Wählen Sie natürliches Licht und verzichten Sie auf den Blitz. Der Blitz verspricht keine optimalen Fotos, sondern er erschreckt das Kind, das zu weinen beginnt und damit das Shooting beendet.

© Dirk Schiff Babyfotografie 52
Am Besten ist es, wenn Sie Ihr Baby bei Tageslicht nahe einem Fenster fotografieren. Dabei ist es nicht notwendig, dass die Sonne in das Fenster strahlt, sondern die Lichteinwirkung, die ein bewölkter Tag ebenfalls mitbringt. Im Gegensatz zur Sonne wirken Wolken ähnlich eines Lichtfilters. Gehen Sie in die Nähe Ihres Babys. Neugeborene sind klein, weshalb Sie sich vor Ihr Kind stellen. Sie bekommen damit die winzigsten Details Ihres Kindes aufs Foto.
Schöne Fotos ergeben sich, wenn Sie mit der Kamera hin und her zu laufen, sich auf den Boden zu legen und einen schnellen Wechsel der Perspektiven herbeizuführen. Die Betonung liegt auf „schnell“, denn der richtige Moment ist schneller vorbei, als Sie denken. Des Weiteren sind Babys in keiner Weise ruhig, wenn Sie fotografieren. Sie sind ständig in Bewegung und warten nicht, bis Sie für das Fotografieren die richtige Position finden. Mit den selbst „geschossenen“ Bildern erstellen Sie ein Fotobuch, das die Fortschritte Ihres Kindes zeigt.

Mein Baby ist da: Ich halte den Moment fest

Das lang ersehnte Baby ist endlich da! Die stolzen Eltern machen sofort einen Termin mit einem professionellen Fotografen, um den kleinen Erdenbürger an seinen ersten Lebenstagen im Bild festzuhalten. Es ist nicht einfach, ein Baby zu fotografieren oder besser gesagt: den richtigen Fotografen zu finden.

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Schon in den ersten Lebensminuten stellen Eltern fest: Ihr Kind hat einen starken Willen. Beim Fotoshooting ist dies nicht anders. Das Baby findet sich in einer fremden Umgebung wieder, unbekannte Menschen stehen herum und der große Apparat in Händen eines Menschen macht ihm Angst. Diese verstärkt sich durch die Anwesenheit Lichtquellen. In der Regel fängt das Baby an zu weinen und selbst die Mutter kann es nicht beruhigen.
Solche Situationen gehören zum Arbeitsalltag eines auf Babyfotos spezialisiertem Fotografen. Geduld und Ausdauer zeichnen einen professionellen Künstler aus, der sich die Zeit nimmt, die das Baby braucht. In der Regel dauert ein Fototermin zwischen 45 und 90 Minuten. Für ein Baby ein langer Zeitraum, in dem es der Mittelpunkt des Geschehens ist.
Eine volle Windel und Hunger gehören zu den Symptomen, auf die sich jeder Fotograf einzustellen hat, wenn er Babys fotografieren will. In der Regel gestaltet sich ein Fototermin für das Baby anstrengend; für Eltern ist er oft eine nervliche Zerreißprobe.
Endlich hat der Fotograf einige Bilder „geschossen“, die auf dem Bildschirm die Zustimmung von Eltern und Künstler finden. Kaum liegt das Baby im Kinderwagen oder der Babytrage, schläft es beruhigt ein. Ein anstrengender und aufregender Tag für Baby, Eltern und Fotograf.