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Star- und Promi- Fotografen in Deutschland, USA und anderen Ländern




Peter Lindbergh

Peter Lindbergh heißt mit bürgerlichem Namen Peter Brodbeck und erblickte am 23. November 1944 in Lissa das Licht der Welt. Er ist ein bekannter deutscher Fotograf und Filmemacher, der heute in Paris, New York und Arles lebt.

Seine Kindheit verbrachte der Künstler größtenteils im nordrhein-westfälischen Duisburg. Mit 18 Jahren zog es ihn in die Schweiz, aber nur 10 Monate später kehrte er bereits nach Deutschland zurück. In Berlin belegte er Abendkurse an der Kunstakademie. Doch auch hier blieb Lindbergh nicht. Es zog ihn per Anhalter nach Arles. Im Anschluss bereiste er Spanien und Marokko und kam 2 Jahre später nach Deutschland zurück.

An der Kunsthochschule in Krefeld belegte er das Studium des freien Malens. Peter Lindbergh gelang es noch während seines Studiums eine erste Ausstellung im Jahr 1969 zu organisieren. Die letzte Station seiner Kunstphase war die Konzeptkunst. Im Jahr 1971 erregte die Fotografie das vollständige Interesse des Künstlers.  Er assistierte dem Fotografen Hans Lux über zwei Jahre lang und lernte begierig.

Star Fotograf Lindbergh zog nach Paris

Die internationale Karriere kam ins Rollen nachdem Lindbergh 1978 nach Paris zog. So konnte er beispielsweise für die Vogue, Vanity Fair und den Rolling Stone arbeiten. Der Fotograf setzt seine Werke sehr bildlich um. Meistens nimmt der Künstler schwarz-weiß Fotografien auf. Dabei lässt sich Peter Lindbergh vor allem von frühen deutschen Filmen, der Berliner Kunstszene und vom Ausdruckstanz der frühen 1920er Jahren inspirieren. Den absoluten Durchbruch erreichte Lindbergh mit seinem seinem Titelbild auf der amerikanischen Vogue aus dem Jahr 1988.

Auf seinen Fotos ist auch der Ursprung der Entstehung von Urlaubs-Selfies angegeben. Er selbt brachte als erster Fotograf die Topmodels Cindy Crawford, Linda Evangelista, Naomi Campbell und Tatjana Patiz zusammen in sein Studio. Damit gilt er als Urvater des Supermodel-Phänomens. Zwischen 1995 und 2003 erhielt der Fotograf bereits etliche Auszeichnungen. Diese reichen vom Phototkina Top Award bis hin zum International Fashion Award als bester Fotograf. Anna Wintour beauftragte den Starfotografen für die US-Vogue.

Oliver Rath

Star Fotograf Oliver Rath

Von Menneskerone – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50792621

Fotoblogger

Einen Namen machte sich Oliver Rath als Fotograf und Fotoblogger. Am 14. April 1978 erblickte der Künstler in Heidelberg das Licht der Welt. Seine Kindheit verbrachte er in Freiburg im Breisgau. Mit 20 Jahren entdeckte er Rath die Musik für sich und machte sich u.a. als DJ Al Kaporn einen Namen. Gerne wurde er regelmäßig als DJ im Fun Park oder Kagan gebucht. Irgendwann überwog die Unzufriedenheit in seinem Job und er orientierte sich beruflich neu. Im Rahmen eines Aufenthalts in New York im Jahr 2001 entdeckte der Künstler seine Liebe zur Fotografie.  Eine Ausbildung absolvierte er in diesem Bereich nicht. Vielmehr brachte er sich sein gesamtes Know-How selber bei.

2012 eröffnete er in Berlin eine Galerie für Fotografie und moderne Kunst. Diese wird von seiner Frau und der Galeristin Tina Tröbs geführt. Im Alter von 38 Jahren schied Oliver Rath am 18. August 2016 aus dem Leben und hinterließ seine Frau und zwei Kinder.

Die Fotografie

Raths Kunst war nicht festzulegen. Zu seinem Repertoire zählten Schnappschüsse ebenso wie konzeptionelle Werke. Die Bilder sind geprägt von Provokation. Bildwitz, Dynamik und faszinierenden Darstellungen. Er hat sowohl Prominente auch den Alltag bildlich festgehalten frei nach dem Motto „keine Angst vor nichts, keine Ahnung von nichts“. Zu seinen provokantesten Ablichtungen zählen zweifelsohne Werke aus der Aktfotografie. Rath selber war davon überzeugt, dass sich die reine Persönlichkeit ohne Masken und Schleier zeigt. Zu seinen prominentesten abgelichteten Persönlichkeiten gehören u.a. Jogi Löw, Boris Becker. Karl Lagerfeld, Jürgen Vogel und Wilson Gonzales Ochsenknecht.

Blog

Neben seiner Fotografie betrieb Oliver Rath seit 2009 auch einen eigenen Foto-Blog. Auf diesem veröffentlichte er täglich neue Bilder in den verschiedensten Facetten. Schnell avancierte er zu Deutschlands populärsten Fotoblogger. Ende 2014 folgten rund 31.600 Fans seinem Blog.

Malerei

Die Fotografie war Raths Leben. Doch auch er konnte nicht jeden vor die Kameralinse bekommen. Als Alternative zur Fotografie malte er die Prominenten Wunschmodels einfach. Hierunter zählen u.a. Uschi Obermaier und Marlene Dietrich.

Jim Rakete

Star Photgrapher in Germany

Von Smalltown Boy aus der deutschsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11564170

Jim Rakete ist ein bekannter deutsche Fotograf und Fotojournalist. Der Künstler wurde am 1. Januar 1951 in Berlin mit dem bürgerlichen Namen Günther Rakete geboren und ist der Bruder der Berliner Rechtsanwältin Ingeborg Rakete-Dombek.  Im Bereich der Fotografie ist Rakete vor allem für seine Portraitfotografien prominenter Menschen in Schwarz-Weiß bekannt.

Biografie

Bereits im frühen Kindesalter wurde das Interesse für Fotografie und Musik geweckt. Seine ersten Schnappschüsse mit einem Fotoapparat machte der Fotograf schon im Alter von zarten 4 Jahren. Im Alter von 17 Jahren arbeitete Jim Rakete bereits als professioneller Fotograf für Tageszeitungen und Agenturen. Dabei hatte er schon damals die Möglichkeit Musikgrößten wie David Bowie, Mick Jagger, Ray Charles oder Jimi Hendrix abzulichten.

Seine erste Agentur „Fabrik“ führte er in Berlin von 1977 bis 1987. In dieser Zeit fotografierte er nicht nur viel Musikcover und machte Shootings mit den Stars der Neuen Deutschen Welle wie Nena, Sternhagel, Nina Hagen oder Die Ärzte. Gleichzeitig übernahm er für viele Musiker das Management. Seit 1987 konzentriert sich Jim Rakete einzig auf die Fotografie. Mit den Jahren hatte er Gelegenheit zahlreichen Größen des Showbusiness abzulichten als auch erfolgversprechende Nachwuchskünstler mit seinen Fotos ein wenig puschen zu können. Seit 2001 führt der Fotograf abermals ein eigenes Studio in Berlin-Kreuzberg. Jim Rakete bekennt sich dazu kein großer Freund der Digitalfotografie zu sein. Für ihn geht die Realität schlichtweg verloren, wenn am Computer Bilder nachbearbeitet und verändert werden.

Aufnahmen mit einer Großformatkamera würden dem Fotografen intensive Konzentration abfordern und zeitgleich im Augenblich des Auslösens einen spontanen Moment festhalten. Neben seiner fotografischen Arbeit pflegt Jim Rakete auch Freundschaften in den Bereich der Politik hinein. SO bezeichnet er Otto Schily als Freund und hat im Jahr 2005 im Zuge der Bundestagswahl aktiv Gerhard Schröder unterstützt.

F.C. Gundlach

Franz Christian Gundlach, geb. 16. Juli 1926 in Heinebach, Hessen ist eine deutsche Koryphäe im Bereich der Modefotografie.

Modefotografie nach F.C. Gundlach

Zahlreiche seiner Modefotografien, vor allem der 1950er, 1960er und 1970er, sind zu Ikonen erkoren worden. F.C. Gundlach lichtet nicht nur einfach Mode ab. Stets setzt er diese immer wieder mit gesellschaftlichen Phänomenen und aktuellen Trends in Verbindung. Diese Werke sind u.a. in Sammlungen und Museen zu finden. Der Künstler folgt seine Intuition, dass die Modefotografie einer gewissen Inszenierung bedarf. Modefotos reflektieren und visualisieren den Geist der Gegenwart und veranschaulichen das Bild von Morgen.

Mit Modefotografien kann sich der Betrachter identifizieren, seine Träume auf Reisen schicken und die Sehnsüchte erkennen. Zeitgleich spiegelt die Modefotografie genau die Zeit wider, besser und eindeutiger als Dokumentarfotografien es jemals vermögen zu können.

F.C. Gundlach – Sammler

Neben der Fotografie bekleidet F.C. Gundlach auch noch Posten wie Galerist, Sammler, Kurator und Stifter. Den Gründungsdirektor des Hauses der Fotografie in den Deichtorhallen Hamburg stellt er seit 2003 dar.

Seit 1975 sammelt er stetig Erfahrungen als Galerist, Sammler und Kurator. Er stelle sowohl national als auch international zahlreiche erfolgreiche Ausstellungen zusammen. Seine private Fotografie-Sammlung steht dem Haus der Fotografie als Dauerleihgabe zur Verfügung.

Sein Auge für die Fotografie wurde von 1946 bis 1949 in der  Privaten Lehranstalt für Moderne Lichtbildkunst von Rolf W. Nehrdich in Kassel geschult. Im Anschluss arbeitete er als freiberuflicher Fotograf und lichtete vor allen Theater- und Filmreportagen für verschiedene Magazine wie beispielsweise den Stern. Seit 1953 spezialisierte sich F.C. Gundlach immer weiter auf die Modefotografie. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte lag auf Modereportagen mit bekannten Filmstars und auf Künstlerportraits wie beispielsweise von Romy Schneider oder Hildegard Knef. Während seiner langjährigen Karrieren führten ihn Aufträge quer über die Erdkugel und heute kann er auf zahlreiche Titelcover, tausende redaktionelle Seiten, zahlreiche Ehrungen und Ernennungen zurückblicken.

Roger Fritz

Roger Fritz: Copyright Dirk Schiff

Roger Fritz kann man wohl mit voller Inbrunst als Tausendsassa betiteln. Der am 22. September 1936 in Mannheim geborene Fotograf, Filmemacher und Schauspieler kann auf eine turbulente Karriere zurückblicken.

Ursprünglich lernte er das Bäcker-Handwerk, danach versuchte er sich als Kellner und machte letztendlich noch eine Ausbildung zum Baustoff-Großhandelskaufmann. Aber hier war seine Reise noch längst nicht beendet. Er entdeckte die Amateurfotografie für sich. Ab 1954 hatte er sogar die Gelegenheit dem Fotografen Herbert List zu assistieren. Im Anschluss machte er die Fotografie zu seinem Beruf. Die Photokina-Preise 1954 und 1956 bezeichnen seinen steilen Karrierebeginn. Er arbeitete für verschiedenen renommierte Magazine wie dem Stern, Vogue oder Bunte und ist selber Gründungsmitglied der Zeitschrift Twen. Bei einen seiner Reportagen lernte er die damalige Leiterin der UFA-Nachwuchsschule für Schauspiel und Regie kennen und entschloss sich kurzerhand sich für 2 Jahre als Schüler einzuschreiben.

Er fotografierte weiterhin und spielte in Filmen mit. Zusätzlich wirkte er über viele Jahre als Assistent des Regisseurs am Opernfestival Festival die Due Mondi in Italien mit. Auch als Schauspieler war er weiterhin tätig. Im nächsten Lebensabschnitt entwickelte sich Roger Fritz auch noch zum Filmemacher. Im Jahr 1961 entstand sein erster Kurzfilm mit dem Titel „Zimmer im Grünen“. Der erste Spielfilm (Mädchen, Mädchen) folgte 1967.  Im gleichen Jahr heiratete das Multitalent die Hauptdarstellerin Helga Anders. Das Paar bekamt eine gemeinsame Tochter, die Ehe selber wurde bereits 1974 wieder geschieden.

Es folgten noch weitere Filme und Serien u.a. besetzt mit Top-Schauspielern wie Iris Berben oder Klaus Löwitsch. Dabei wurde er selber auch immer wieder als Schauspieler und nicht nur als Regisseur tätig. In den 1980er und 1990er widmete sich Roger Fritz abermals der Gastronomie und leitete die Lokale Pappasito, Mamasita und Visconti in München. Nachdem sein Weg dann wieder zurück in die Medienwelt führte, gewann er den Lead-Award im Jahr 2007 für seine Reportage über St. Pauli.

Andreas Gursky

Von Hpschaefer www.reserv-art.de – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=24965454

Andreas Gursky wurde am 15. Januar 1955 in Leipzig als Sohn eines Werbefotografen geboren. Heute gilt er selber als einer der erfolgreichsten zeitgenössischen Fotografen weltweit.

Für seine fotografischen Werke ist die Verwendung des extremen Großformats in Kombination mit einer digitalen Bildbearbeitung typisch. Ein weiteres charakteristisches Ausdruckmittel ist die dezidierte Farbfotografie. Kurz nach der Geburt von Andreas Gursky floh die Familie aus der DDR und ließ sich in Düsseldorf nieder. Hier studierte der erfolgreiche Fotograf an der Universität-Gesamthochschule Essen von 1978 bis 1981. Er entschied sich bewusst für das dortige Studium der visuellen Kommunikation aufgrund der Lehre Otto Steinerts. Im Anschluss erweiterte Andreas Gursky sein Studium und absolvierte die Kunstakademie Düsseldorf. Dort avancierte er zum Meisterschüler von Bernd Becher. Der Abschluss erfolgte 1987.

Kunst

Gursky startete seine künstlerische Arbeit mit kleinformatigen Fotografien. Doch bereits Ender der 1980er verfiel er dem Großformat und bereits Anfang der 1990er entdeckte er die digitale Bildbearbeitung für sich. Nach erfolgter Bildbearbeitung handelt es sich meistens um Werke, die aus einer Montage heraus entstanden sind. Nicht selten fügt Gursky zwei Bilder zusammen und „spielt“ mit verschiedenen Bearbeitungsfunktionen. Auf den ersten Blick scheint es sich bei den Werken um einfache Fotografien lebloser Dinge zu handeln. Sieht der Betrachter aber genauer hin eröffnen sich ihm ganz neue Dimensionen. Der Betrachter kann neue Gegenstände entdecken, vielleicht auch Personen und Handlungen. Die Werke von Gursky erreichen auf dem Kunstmarkt horrende Höhen. Sein Werk Rhein II erreicht bei einer Versteigerung bei Christie´s im Jahr 2011 eine Rekordversteigerungssumme von umgerechnet etwa 3,19 Millionen Euro. Damit hielt die Fotografie eine Zeit lang den Titel „teuerste Fotografie der Geschichte“ inne. 5 Jahre zuvor hatte bereits die Darstellung 99 cent einen Verkaufswert von 2,26 Millionen Dollar erreicht. Gursky Werke befinden sich sowohl in privaten Sammlungen als auch in internationalen Museen.

Daniel Sannwald

Daniel Sannwald ist ein deutscher Regisseur und Fotograf. Er wurde im Jahr 1979 geboren und hatte die Möglichkeit an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in Antwerpen zu studieren. Mittlerweile lebt der gebürtige Deutsche in London. Regelmäßig ist er an Modepublikationen in der Vogue, Pop Magazine etc. beteiligt.

Werke

Seine Fotowerke strotzen vor Innovationen. Sannwald setzt auf visionäre Techniken und faszinierende Bilder. Seine Visionen und Umsetzungswege verlaufen hyperreal. Ein Bild von Daniel Sannwald lässt die Grenzen zwischen Fantasie und Realität verschwimmen. Die kreativen Werke sind stets intelligent, faszinierend, komplex und äußerst originell gehalten.

Kritiker sind sich einig, dass jegliche Anerkennungen und Aufstiege, welche Daniel Sannwald für sich verbuchen kann, stets gerechtfertigt und wohlverdient waren. Der Fotograf arbeitet aber nicht nur für redaktionelle modische Inhalte. Auch für Werbekampagnen großer Marken wie Foot Locker, Camper, Hugo Boss, Stella McCartney oder auch Nike und Adidas hat er sein Talent zur Verfügung gestellt. In der Musikbranche wird ihm gerne die Leitung von Musikvideos anvertraut. Auch Albumcover von großen Künstlern wie Rihanna, MIA oder John Legend durfte er bereits ablichten. Die verschiedenen Werke können in Galerien und Museen bestaunt werden wie etwa im FOAM Fotografie Museum in Amsterdam. Auch gemeinnützig engagiert sich der Künstler. Im letzten Jahr gründete er die gemeinnützige Organisation unu o unu. Diese Organisation verfolgt das Ziel Künstler Workshops in den verschiedenen Gesellschaftsgruppen durchzuführen.

Juergen Teller

Von Pascal Ferro – don reçu de l’auteur pour Wikimédia Commons, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=29018141

Der deutsche Fotograf Juergen Teller erblickte 1964 in Erlangen das Licht der Welt. Als Sohn einer Geigenbauerfamilie wuchs er im nahegelegenen Bubenreuth auf. Er fing eine Bogenmacherlehre an, die er aufgrund einer Stauballergie jedoch nicht beenden konnte. Stattdessen studierte er von 1984 bis 1986 in München an der Fachakademie für Fotodesign.

Schon bald zog er nach London. Dank der Connection zum Fotografen Nick Knight konnte Teller schon bald eigene Fotoaufträge ergattern. Er porträtierte beispielsweise Sinéad O´Connor oder auch Morrissey. Ende der 1980er trudelten auch mehr und mehr Aufträge von Zeit- und Modemagazinen auf wie etwa von i-D oder auch The Face. Berühmtheit erlangte Jürgen Teller durch Aufnahmen der damals noch unbekannten Band Nirvana rund um Kurt Cobain. Zum Star unter den Fotografen avancierte Teller mit der 1990er mit seiner Fotoserie Versace-Heart. Diese zeigt eindrucksvoll und ungeschönt die körperlichen Strapazen, die ein Model bei ihrer Arbeit als Mannequin durchlebt. Der Gedanke dieser Fotoserie die ungeschönte Realität zu zeigen manifestierte sich im Gedankengut von Jürgen Teller. Fortan legt der Fotograf es darauf an  die unperfekte Schönheit mit der Kamera festzuhalten. Das bedeutet, dass Fotografien von Teller auch gerne mal Models zeigen, die ungeschminkt sind und Hautunreinheiten zeigen.

Weitere Prominente, die Teller gekonnt in Szene gesetzt hat sind u.a. Boris Becker, Kate Moss, Claudia Schiffer, Björk oder auch Patti Smith. Auch Plattencover hat Teller bereits für große Künstler abgelichtet. Zu den Kunden zählen u.a. Elton John. Kylie Minogue, Texas, Hole usw.

Werbekampagnen setzte er beispielsweise für folgenden Marken um: Jigsaw, Louis Vuitton, Hugo Boss, Rolex, Microsoft und viele weitere. Häufig sind seine Werke auch stark durch eigene Erlebnisse geprägt wie beispielsweise sein Werk „Märchenstüberl“. Das Bild setzt sich u.a. mit seiner Heimat und Jugend auseinander. Die Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg stellte Jürgen Teller zum Januar 2014 als Professor für Fotografie ein.

Ellen von Unwerth

Von Filip Naudts, http://www.filipnaudts.be – Contact us/Photo submission, Copyrighted free use, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6099001

Die deutsche Fotografin Ellen von Unwerth wurde im Jahr 1954 in Frankfurt am Main geboren. Sowohl ihre Kindheit als auch ihre Jungend erlebte sie in einem Allgäuer Waisenhaus. Mit 16 Jahren sah sie ihre Chance gekommen und sie ging nach München. Dort fand sie beim Zirkus Roncalli eine Anstellung als Nummerngirl. Bald darauf entdeckte ein Fotograf die hübsche junge Frau und engagierte sie für ein Fotoshooting im Auftrag der Bravo. Nun wurde der Chef der Modelagentur Elite auf sie aufmerksam. Dieser machte aus ihr ein Topmodel. Während eines Shootings in Kenia nutzte von Unwerth die Gelegenheit und machte ihrerseits selber  Fotos von den kleinen. Ihre Aufnahmen wurden später sogar veröffentlicht. Dieses Erlebnis ließ in ihr den Wunsch reifen, selber Fotografin zu werde.

Ihr Stil zeichnet sich durch einer kühlen Erotik in ihren Bildern ab. Diese macht die Bilder der gebürtigen Hessin unverkennbar. Veröffentlichungen ihrer Fotos fanden bereits u.a. in der Vogue oder auch Vanity Fair statt. Sie selbst publizierte ebenso zwei eigene Fotobücher. Im Jahr 1991 erhielt sie den ersten Preis des International Festival of Fashion Photography. Ihre bisherige Liste der abgebildeten Persönlichkeiten liest sich sehr beeindruckend. Die lichtete bereits Catherine Deneuve, Nadja Auermann, Kate Moss, Madonna, Britney Spears oder auch Rihanna ab. Bei Musikvideos von Duran Duran, Salt´n Pepa oder auch Kurzfilmen für Modedesignern führte Ellen von Unwerth bereits Regie.

Seit 2002 erfolgten diverse Ausstellungen ihrer Werke. Die letzte fand 2014 als „Secret Services“ im Preiss Fine Arts in Wien statt. Neben ihren beiden Fotobüchern „Wicked“ und „Revenge“ kann die Fotografin weitere Veröffentlichungen vorweisen. Arbeit und Wohnsitz der Fotografin befinden sich heute in Paris und New York.

Manfred Baumann

Manfred Baumann ist ein Fotograf aus Österreich, welcher am 01. März 1968 das Licht der Welt in Wien erblickte. Seine Spezialgebiete beziehen sich auf Porträtfotografie, Aktfotografie und Landschaftsaufnahmen. Nach der Kindheit im 13. Wiener Gemeindebezirk Hietzing absolvierte er eine Lehre beim Handelsunternehmen Julius Meinl. Hier arbeitete er sich bis zum Filialleiter hoch. Im Jahr 1995 zog er nach Kanada um sich dort als Fotograf zu entfalten. Nach zwei Jahren zog es ihn zurück in die Heimat. Hier arbeitete er fortan als selbstständiger Fotograf.

Bis heute benennt Manfred Baumann seinen Großvater als größte Inspirationsquelle für sein Schaffen. Der Großvater war selber Fotograf gewesen und unterstützte das Talent des Enkels stetig. Von ihm erhielt der erfolgreiche Fotograf auch seine erste Kamera als Geschenk. Vor rund 15 Jahren im Jahr 2002 begann Baumann bekannte Persönlichkeiten abzulichten. Durch die Hilfe eines Freundes konnte er 2005 ein Shooting mit Roger Moore vornehmen. Seither standen schon einige berühmte Namen vor seiner Kamera wie beispielsweise Steve Guttenberg, Dolph Lundgren, Michelle Rodriguez, Bruce Willis oder auch David Hasselhoff.

Seit 2013 arbeitet Manfred Baumann mit der National Geographic Society zusammen und eine Kooperation mit LEICA besteht seit 2016. Die Fotografien des Österreichers werden regelmäßig in verschiedenen Fotofachmagazinen wie Chip Magazin oder Digital Photographer Magazine veröffentlicht. Seine Werke können zudem immer wieder in renommierten Hochglanzmagazinen wie FHM, GQ und dem Playboy. Zudem waren verschiedene Bilder bereits Bestandteil verschiedener internationalen Ausstellungen.  Seit 1995 stellt Manfred Baumann seine Fotografien immer wieder der breiten Masse zur Ansicht zur Verfügung. Dabei weisen alle Ausstellungen ein aussagekräftiges Thema auf.  Die neueste Ausstellung wird 2017 erfolgen im Naturhistorisches Museum Wien. Unter dem Titel „Mustang“ können die aussagekräftigen Werke des Fotografen Manfred Baumann bestaunt werden.

Neben Österreich befindet sich sein Hauptwohnsitz auch in den USA. Manfred Baumann ist eine fest etablierte Größe im Bereich der Fotografie.

Rankin Starfotograf

Rankin ist bekannt als Porträt- und Modefotograf. Den Deutschen dürfte er vor allem bekannt sein aus dem Fernseh-Format Germany´s Next Topmodel. Der Fotograf wurde am 28. April als John Rankin Waddell in einem kleinen schottischen Dorf namens Paisley in der Nähe von Glasgow geboren. Bereits in seiner Kindheit und Jugend interessierte sich Rankin mehr für die Kunst als für seine schulische Ausbildung. Dennoch fängt er nach seinem Highschool-Abschluss ein Studium Bereich Rechnungswesen in Brighton an. Durch den Einfluss von Freunden und einer geschenkten Kamera zum 21. Geburtstag entscheidet sich der junge Mann zu einem gewagten Schritt – er wechselt sein Studienhauptfach zu „Fotografie“ am London College of Printing.

Mit seinem Mitstudenten Jefferson Hack gründet er die Zeitschrift „Dazed&Confused“. Schnell entwickelte sich das Magazin zu eines der wichtigsten der frühen 1990er Jahren. Durch den Einfluss von Dazed&Confused gelangten Persönlichkeiten wie Eminem oder Björk zu ihrem Ruhm. Obwohl auch Rankins Talent immer weiter erkannt wird und immer mehr Stars von dem jungen Fotografen abgebildet werden wollen, setzt Rankin auch weiterhin auf Normalität und Alltägliches. Er fotografiert weiterhin normale Models und hält seine Fotografien schlicht.

Der Stil Rankins ist spontan und doch perfekt. Es handelt sich hierbei um ein Gesamtkonzept, welches von keinen anderen Fotografen so beeindruckend umgesetzt wird. Er selber bezeichnet seine Fotografien als eine Art Tagebuch. Bei der Aufnahme der Bilder wird stets einiges seines eigenen Charakters preisgegeben. Die Werke Rankins sind stets sehr persönlich, was das Besondere an den Fotografien ausmacht. Man kann nie sagen, dass er einem bestimmten Motiv oder einer Motivart folgt. Mal spielt er mit verschiedenen Farbakzenten, in einer anderen Aufnahme scheint ein unscheinbares Objekt im Fokus des Fotografens zu liegen. Dabei tragen seine Fotografien nie zu dick auf. Eine sympathische Schlichtheit begleitet die Bilder und macht sie zeitgleich so vollkommen.